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Auf der Reise - ein Bild, ein Text und Lebensphilosophie

Ein Kunstprojekt als Gemeinschaftsaktion vom Schmied, Kirmes und mir. Ich habe ein Luftbild vom See gemacht. Der Schmied hat aus den relevanten Geometrien einen Holzschnitt angefertigt. Dann haben wir beide übereinandergelegt, dann kam Kirmes ins Spiel und hat daraus am Rechner das gemacht, was man hier sehen kann. Und zuguterletzt wurde das ganze noch mit einem Text versehen, den ich über die Gesetze der Natur, den Lauf der Dinge und was wir eventuell daraus als Menschen lernen können, gemacht habe. Man kann ihn ganz klein in der schwarzen Fläche erkennen. Und weil dieses Unikat am Freitag bei einer Vernissage ausgestellt wurde und einige Besucher mich auf genau diesen Text angesprochen haben, darf man ihn hier lesen,,, Auf der Reise Es klagt nie. Es fragt nie – nach dem Warum und Wohin. Wenn es sich am Zweig windet, den Launen der Böen ausgeliefert. Hat es das so gewollt? Fast könnte man es meinen, denn seine Form und die Leichtheit laden jeden Windstoß ein, es mitzunehmen, es zu ver...

Powderwelsch mit altem Kumpel oder die neue Freude am Skifahren

 Es ist immer wieder schön, wenn man merkt, dass man gute Freunde hat und sich manche Dinge nicht oder nur wenig ändern. Mit Tommi ist es so. Mein alter wunderbarer Schulfreund, mit dem ich schon so manchen Schabernack veranstaltet habe.

Zum Jahresanfang 2026: Vermeintliche Winterromantik und Gedanken an eine Zeit, in der es wirklich romantisch war

Tschüss Knie

Allmählich werde ich zum Ersatzteillager. Ich weiß nicht genau, wo sich derzeit überall Metallteile in meinem Körper befinden aber es sind einige Stellen. Auch dort, wo eigentlich keine sein sollten, was der Tatsache geschuldet ist, dass verschiedene Schräubchen aufgrund von unverhergesehnenen "Belastungen" abgebrochen sind und nach deren Entfernung einige Reste noch im Körper verbleiben mussten. Wie auch immer – der größte Act ist nun das Knie. Rund 30 Jahre hat es rumgezickt. Erst war es einfach nur nervig bei leichten Schmerzen, später dann war es kaum noch auszuhalten, geschweige denn, dass man überhaupt noch was damit anfangen konnte. Und als schließlich das Radfahren als letzte Basstion dessen, was das Knie noch konnte, auch nicht mehr ging, hatte ich die Faxen dicke. Ich rückte also ein in eine, wie ich finde, herausragend angenehme Klinik, die ich im Nachhinein nur weiterempfehlen kann: Schloss Werneck.  Lange Rede, kurzer Sinn: Jetzt ist das Dingen raus und ich muss ...

Ich war schon immer mehr Uhu als Pattex

Kennen Sie das? In diversen Dingen des Lebens gibt es zwei Optionen, zwischen denen man entscheiden muss. Je nachdem, wie diese Entscheidung ausfällt, lässt sich ein Charakter einordnen. Ja mehr sogar noch: eine Philosophie, eine ganze Weltanschauung. Das ganze funktioniert aber wahrscheinlich nur in der Generation derer, die damals lediglich nur zwei Möglichkeiten zur Auswahl hatten. Heute gibts ja viel mehr davon und ich bezweifle, dass die heutige Jugend a) im Stande ist, zu verstehen, was ich meine und b) bei der Vielfalt an Auswahlmöglichkeiten und der damit verbundenen Prägung ungeeignet für einen Test ist. Als verhinderter Psychologe wage ich zu behaupten, dass man in der Lage sein kann, mit den Auswahlmöglichkeiten aus zwei Produkten mit nahezu identischer Funktion  das geistige Profil eines Menschen zu erstellen. Einfach deshalb, weil diese Produkte eine bestimmte Geisteshaltung bescheinigen. Ein alternativer Test, der so unerforscht wie effektiv ist. In den ersten Ja...

Aussichtsreicher Job

Es gibt Tage, an denen es Spaß macht, zu arbeiten. Diese sind, wenn man ehrlich ist, Mangelware. Und wenn man noch ehrlicher ist: Eigentlich macht der Job in 80 Prozent der Fälle überhaupt keinen Spaß. Im Grunde muss man für langweilige, völlig überflüssige Dinge, Sachen aus dem Hut zaubern, die nicht den Tatsachen enstprechen. Geschichten erfinden, Interessen schüren, die eigentlich keine Daseinsberechtigung haben und das Blaue von einem Himmel, der eigentlich bedeckt ist und sich jeden Moment ausregnen könnte, erzählen. Erkenntnis fast immer: Dat Zeuchs braucht kein Mensch. Eine Ausnahme bildete der letzte Montag. Wir wissen nicht, ob das, was wir da taten, irgendwem nützlich sein wird, ob der CO2 Ausstoß dadurchlangfristig gemindert wird, ob künftig weniger männliche Küken gefoltert werden oder die Klimaerwärmung aufgehalten werden könnte. Nein, das wissen wir nicht. Aber jedenfalls hatten wir eine Job, der uns selbst mal wieder ziemlich Spaß gemacht hat. Es ging um Film- und Foto...

Die Angst im Walde - eine Gebrauchsanweisung für die Benutzung des Schlitzerländer Forsts

Herrlich, so eine kleine Feierabend-Radtour in den Schlitzer Wäldern... nur ein paar Dinge solltest du dabei unbedingt beachten, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden: 1. Rechne mit allem, nur nicht mit gepflegten Waldwegen. 2. Am Besten verlässt du auf keinen Fall die zweispurigen Waldautobahnen. Denn andere Pfade - auch wenn sie anfangs wie Wanderwege oder Singletrails aussehen - enden idR vor einem Schutthaufen, einem Stapel Holz oder in einer Brennesselkolonie. 3. Solltest du bar jeglichen Menschenverstandes doch einmal die großen Trassen verlassen, orientiere dich an den quer zur Laufrichtung liegenden Ästen und Baumstämmen. Das aufmerksame Waldpersonal hat sie liebevoll auf den kleineren Wegen drapiert, da diese ansonsten nicht als solche zu erkennen sind. 4. Einzige Gefahr auf den Waldautobahnen sind die Radtracks. Diese machen aber von Weitem schon durch extremen Lärm auf sich aufmerksam (Keine Bange liebe Tierfreunde: Nicht nur der Mensch, auch die Tierwelt stumpf...

Einfach mal 100 Kilometer radeln...

Ich habe eine neue Strecke entdeckt. Landschaftlich sehr schön und angenehm zu fahren. Relive 'Auch das Auge fährt mit! Ziel heute: 100 km :-)'

Resignation und Apathie - irgendwann is auch egal

22.03.2018 Tristesse ist man hier im Ort gewohnt. Das Wetter fällt nicht weiter auf. Irgendwann kam das Gefühl der Gelassenheit. Und zum ersten Mal konnte ich die Skandinavier verstehen, die monatelang in der Dunkelheit leben. Zumindest fast. Sie haben sich mit der Situation arrangiert, denn man kann daran sowieso nichts verändern. Dasselbe versuche ich auch - oder nein, es kam einfach. Als wir aus der schönen Toskana zurückkamen - und das ist Mitte Oktober gewesen - empfing uns abscheulichstes Wetter. Das hält bis jetzt. Ja, als man dachte, dass der Frühling endlich kommen könnte, nahm der Winter nochmal einen tiefen Zug aus der Pulle. Ein Ende ist noch nicht in Sicht und bis Ostern könnte es in diesem Jahr frostig bleiben, sagt der Wetterbericht. Mir irgendwie egal. Ja, Sie lesen richtig. Ich sehe es ja für gewöhnlich aus der Sicht des Radsportlers. Umso verwunderlicher meine Einstellung zum hiesigen Wetter diesem Jahr. Der Grund liegt in einer Art Teufelskreis und an Felix....

Die entmannte Hymne

09.03.2018 Heute mal was Politisches: Aus aktuellem Anlass widme ich mich heute mal einem meiner Lieblingsthemen. Und weil ich es nicht besser ausdrücken könnte, bediene ich mich heute eines Beitrags von Bastian Sick, den ich an dieser Stelle einfach mal ungekürzt und unverändert wiedergebe. Dem ist nichts hinzuzufügen... Das musste ja kommen. Nachdem die Österreicher bereits vor einigen Jahren per Erlass den Text ihrer Nationalhymne verändert hatten, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland jemand fordern würde, die dritte Strophe des „Liedes der Deutschen“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben zu ändern und von allen „Vätern“ und „Brüdern“ zu reinigen. Dieser Jemand – oder soll ich sagen: diese Jemandin – ist gefunden. Es ist die Gleichstellungsbeauftragte des Familienministeriums, Kristin Rose-Möhring. Wie heute in den Zeitungen zu lesen stand, will sie „Vaterland“ in „Heimatland“ abgeändert sehen und „brüderlich“ in „couragiert“. Nun hat das Wort „...

Eierlikör gegen Blasen oder: Wandern für Nicht-Wanderer

Es gibt Sportarten, die sich extremer Beliebtheit erfreuen. Und das obwohl sie langweilig sind. Das aber - lieber Leser - ist meine persönliche Meinung und beruht auf Geschmack und Erfahrung. Laufen und Wandern gehören für mich zu jenen Freizeitbeschäftigungen, mit denen man mich jagen kann. Man kommt nicht richtig voran und mit der aufgewendeten Zeit verhältnismäßig wenig rum. Außerdem tut alles weh - bei den Knien angefangen über Wadenzerrungen bis hin zu mächtigen Blasen an den Füßen. Insofern vermeide ich sehr gerne jeden überflüssigen Schritt zu Fuß. Nicht zeitgemäß, ich weiß. Wo doch jeder zweite heute mit einer komischen Uhr durch die Gegend läuft, die einem mitteilt, wieviel Schritte man an diesem Tag noch zu laufen hat, um nicht irgendwann als degenerierter Fleischklops zu enden. Dachte ich doch, dass ich auf keinen Fall solchen Zwängen anheimfallen würde und daher sämtliche doofen Fitness-Armbänder, Sportuhren und Lifestyle-Apps verneine, machte mich mein Handy neulich penetr...

Hopfen und Malz... 40 Jahre Dornröschenschlaf

Heute war es endlich mal soweit. Mit dem Wirtschaftsförderer der Stadt waren wir in den uralten Brauereianlagen, die in unmittelbarer Nachbarschaft liegen. So nah und doch wie eine weit entfernte Insel. Denn seit die Anlagen verlassen wurden, hat offenbar kaum jemand die Räume betreten. Zumindest einige sehen mit ihrer zentimeterdicken Staubschicht danach aus. Eine wirklich interessante Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Weiß ich doch noch, wie es immer roch, wenn hier im Ort gebraut wurden. Leicht süßlich-malzig. Doch das ist mehr als 40 Jahre her und ich war ganz klein. Dennoch, dieser Geruch in Verbindung mit den Fassaden der Brauerei ist noch so präsent als wäre es gestern gewesen. Mit dem Wirtschaftsförderer haben wir einmal etwas herumgesponnen und sind zu dem Schluss gekommen, dass es toll wäre, wenn sich jemand dem Projekt annähme und etwas damit auf die Beine stellen könnte. Re-Animation der Brauerei für ein originelles Craft Beer, Restaurantbetrieb, alles wäre möglich. ...

Wie eine Rückenmassage für den Kopf

Es gibt Gegenden, die üben in etwa den Reiz eines abgestandenen Bieres aus. So eines, das am nächsten Morgen auf einem Partytisch steht, und das man um alles in der Welt nicht an den Hals setzen würde. Zwischenfrage: Kommt daher eventuell auch das Wort Abschaum? Könnte sein. Aber das, worauf ich hinaus will als solchen zu bezeichnen, wäre vielleicht ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen. Also, ich meine Gegenden wie England. Immer trüb, nie einladend und im Ganzen so trostlos, wie ein verranzter Partykeller morgens um elf, wenn die ersten Kronkorken widerspensitg und mit Gänsehaut erzeugendem Geräusch im gnadenlosen Borstenwerk eines Besens über den leicht klebrigen gefliesten Boden geschoben werden. England. Bis auf die Gegend links oben langweilige Landschaft, das Essen schlecht, die Leute käsig und irgendwie habe ich nur Schwarzweißbilder mit allenfalls einem leichten Blaustich vor Augen, wenn ich an England denke. Ganz abgesehen davon passt der Vergleich nur zu treffend, denn...