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Die Angst im Walde - eine Gebrauchsanweisung für die Benutzung des Schlitzerländer Forsts

Herrlich, so eine kleine Feierabend-Radtour in den Schlitzer Wäldern... nur ein paar Dinge solltest du dabei unbedingt beachten, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden:
1. Rechne mit allem, nur nicht mit gepflegten Waldwegen.
2. Am Besten verlässt du auf keinen Fall die zweispurigen Waldautobahnen. Denn andere Pfade - auch wenn sie anfangs wie Wanderwege oder Singletrails aussehen - enden idR vor einem Schutthaufen, einem Stapel Holz oder in einer Brennesselkolonie.
3. Solltest du bar jeglichen Menschenverstandes doch einmal die großen Trassen verlassen, orientiere dich an den quer zur Laufrichtung liegenden Ästen und Baumstämmen. Das aufmerksame Waldpersonal hat sie liebevoll auf den kleineren Wegen drapiert, da diese ansonsten nicht als solche zu erkennen sind.
4. Einzige Gefahr auf den Waldautobahnen sind die Radtracks. Diese machen aber von Weitem schon durch extremen Lärm auf sich aufmerksam (Keine Bange liebe Tierfreunde: Nicht nur der Mensch, auch die Tierwelt stumpft irgendwann ab). Keinesfalls solltest du daher den Wald mit Kopfhörern und Musik betreten, um eventuelle Warnsignale nicht zu überhören.
5. Bist du mit dem Fahrrad unterwegs, wird dein Optimismus irgendwann auf jeden Fall mit einer kostenlosen Ganzkörpermassage durch von Bulldozerreifen ergonomisch angelegten Querrillen belohnt. So bleiben die Muskeln länger fit und die Gefahr des Sekundenschlafs auf den langen monotonen Trassen wird reduziert.
6. Hast du die Orientierung verloren, halte einfach nach den überall installierten Markierungsmasten Ausschau. Diese bestehen aus hohen Metallsäulen und sind im oberen Bereich mit drei Richtungspfeilen bestückt, die sich manchmal sogar drehen. Sie überragen sämtliche Baumwipfel und sind somit von jeder Position aus deutlich sichtbar. Zudem werten sie das Gesamtbild des Waldes auf und stellen eine zusätzliche Attraktion der hiesigen Gefilde dar.
Beachtest du diese Anweisungen, kannst du stundenlang entspannt unterwegs sein. Und das meist, ohne einer Menschenseele zu begegnen - was sicher auch daran liegt, dass Ortskundige bzw. Einheimische aus Sicherheitsgründen und zur Vermeidung von Freizeitstress von vornherein das Betreten der hiesigen Wälder vermeiden.

Überragende An- und Aussichten

Einer von vielen offiziellen Wanderwegen - kann man in den Freizeitkarten überprüfen. 
Clever gelöst: Wegmarkierungen aus nachwachsenden Rohstoffen




Da weiß man, dass man richtig ist: Kennzeichungen der Wanderwege sind immer quer zur Laufrichtung angebracht.

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