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Es werden Posts vom Juli, 2014 angezeigt.

(fast) live dabei: Einblicke in ein Radrennen

Da lässt man den Tacho einmal in der Sonne liegen - Samstag in Bochum Wenn man denkt, ein Radrennen besteht aus einem Startschuss und dann nur noch strampeln, liegt ganz falsch. Auch wenn es von außen nicht immer zu erkennen ist, spielt sich alles in irgendwelchen Phasen ab. Beim gestrigen Rennen "Rund um den Wilzenberg" im Sauerland habe ich das mal mit der Actionkamera dokumentiert. Das Rennen war in Ordnung. Will heißen: Ich konnte zufrieden sein. Kein Sturz, taktisch Ok. Eigentlich machte ich nur einen einzigen Fehler. Und der war dann wahrscheinlich ausschlaggebend dafür, dass ich einige Plätze weiter hinten gelandet bin, als vielleicht möglich. Aber wir wollen uns mal nicht beschweren. Alles war gut und vor allem hat es Spaß gemacht. Dieses Rennen fahre ich besonders gern. Weil es nicht so groß ist und idR dort die Teilnehmer erfahren sind, vom Niveau recht hoch und entsprechend gut in der Gruppe fahren können - ohne hektische Schlenker, spontane Bremser odgl. Dabe...

Tag 8: Und dann war keiner mehr da.... Nordhalben - Hof

"Nach Hof" ist ein bisschen geschönt. So sollte die Strecke eigentlich verlaufen. Doch sie endete bereits in der Mittagspause in Schwarzenbach. Der Grund dafür war folgender: Am Vorabend war in Norhalben das Feuerwehrfest. Dort schlurfte man nach Abendessen und dem WM Spiel gegen Algerien noch hin. Das heißt, ich nicht. Ich hatte beim Abendessen versehentlich Starkbier gewählt, welches aber sehr bekömmlich war, weswegen ich mehrere davon zu mir nahm. Nun musste ich für einen Job nach dem Fußballspiel, das unsere Mannschaft ja knapp gewann, etwas auf einer Webseite posten und Preise ändern. Für jedes Tor werden die Tarife einen Tag lang rabattiert. Das also musste bis 0 Uhr geschehen. Da ich aber wegen des Starkbieres und zuvor der Biergrotte im Wald (Tag 7) etwas angeschlagen war, schlief ich mit dem Finger an der Maus (also die Computermaus natürlich) ein. Als ich wach wurde, war es 1 Uhr, ich bekam einen Schreck, fuhr die Webseite hoch und stellte fest, dass die anderen ni...

Tag 7: Von Kolonnenwegen und Bier-Oasen. Sonneberg - Nordhalben

"Vertrauen auf Verdacht" - so heißt ein Kabarettprogramm von Erwin Pelzig. Währenddessen gibt der Künstler sein Portemonnaie durchs Publikum, indem sich Geld und Ausweise befinden. Und jedesmal kommt es komplett wieder bei ihm an. Daran fühlte ich mich erinnert, als uns folgendes passierte: Wir waren fast am Ende unserer Tour, die Beine waren müde, der Rest des Körpers auch. Es war Freitag, der heißeste Tag der Woche. 31 Grad. 5 Kilometer vor unserem Ziel kamen wir im Wald an eine Lichtung mit einer schönen Grillhütte. Ein Bach plätscherte vorbei und es gab Bänke und Felsbrocken, auf denen man sich mal einen Moment ausruhen konnte. Ein schönes Plätzchen. Zudem musste die Mannschaft mal wieder pinkeln und so verteilte man sich irgendwie auf dem Terrain, um seinem Bedürfnis nachzukommen. Plötzlich erschien Frank wieder und hatte eine Kiste Bier in den Händen. Hä? Mitten im Wald? Er entdeckte etwas abseits beim Pipi Machen eine kleine Grotte, in der ein paar Bierkästen standen. ...

Tag 6: Von Männern ohne jegliche Orientierung. Bayernturm - Sonneberg

Es ging schon gut los. Kurz nach dem Start hatten wir keine Ahnung mehr, wo es langgeht. Das lag zu einen daran, dass unser Chef-Organisator Rene heute den Bus fuhr, zum anderen aber auch daran, dass die Tracks, die wir aus dem Internet hatten, offenbar schon nicht mehr aktuell waren. Heißt, dass Wege zugewuchert waren oder schon gar nicht mehr vorhanden. Jedenfalls irrten wir gewaltig durch Wälder und Auen und kamen nur mäßig voran. Was dazu führte, dass die Tour an diesem Tag extrem lange dauerte. Und das bei der Hitze...  

Tag 5: Deutsche Geschichte pur. Sennhütte - Bayernturm

Sulzdorf an der Lederhecke. Ja, so heißt das Dorf wirklich, das heute unser Ziel ist. Schon interessant, wo es einen so überall hinführt, wenn man mit dem MTB durch die Wälder streift. Überhaupt: Wir lernen Gegenden kennen, die so traumhaft schön sind, dass man fast ärgert, nie vorher dort gewesen zu sein. Und es zeigt mal wieder eines: Wenn man immer nur zum Horizont schaut, sieht man nicht, was für Schätze vor den eigenen Füßen liegen. Deutschland ist so wunderschön. Man muss es einfach nur mal erkunden. Die heutige Tour führte uns aber auch vor Augen, was damals vor 25 Jahren hier los war. Wir fuhren vorbei an alten Grenzübergängen und Gedenkstätten. Und da glaubte ich zu bemerken, dass auf einmal alle des öfteren ganz still und eingekehrt waren. Auch mal gut so.

Tag 4: An der Heimat vorbei. Vacha - Sennhütte (Schwarzes Moor/Rhön)

Ich hatte ja schon Angst, dass jemand abbiegt und auf nimmerwiedersehen verschwindet. Denn die Tour ist anstrengend und wir kamen unserem Zuhause ganz nah. Aber alle blieben bei der Stange. Ein Kettenriss und ein Platten waren bei mir zu verzeichnen. Und es wurde heiß. Sehr heiß. Aber ich mag das ja. Immerhin konnte man sich dann auf ein gepflegtes Bier auf der Sennhütte freuen.

Zwischenbilanz: Kilometer, Traumlandschaften und technische Handicaps

Die Woche läuft gut und es passiert so viel, dass man die Eindrücke fast nicht mehr ordnen kann. Jeden Tag ein anderes Hotel, jeden Tag tolle Landschaften und Eindrücke. Interssant, dass die Grenzanlagen überall gleich aussehen, sich aber durch so unterschiedliche Landschaften winden. Ewig lange Kilometer Plattenwege, immer wieder in regelmäßigen Abständen Wachttürme,  Zäune bzw. das, was davon übriggeblieben ist. Oft verlassen wir auch die direkte Grenzlinie, um durch die Wälder auf Trails zu fahren. Kurzum, es macht viel Spaß, die Truppe ist toll. Ein typischer Tag läuft folgendermaßen ab: Um ca. 7 Uhr gibts Frühstück, dann umziehen, Tasche packen und die Sachen zum Bus bringen. Am  Abend zuvor besprechen wir, wer den Bus fährt. Der Fahrer lädt alles ein, während wir losfahren. Mittags treffen wir nach etwa der Hälfte der Strecke - meist nach ca. 45 km - an einem bestimmten Punkt wieder zusammen. Der Fahrer hat inzwischen aus der Vereinskasse eingekauft und das Picknick ...

Tag 3: In die Sonne. Eschwege - Vacha

Von Eschwege nach Vacha - ganz nah bei der Heimat und nur ca. 25 km von Bad Hersfeld entfernt - gings heute. Wer gewollt hätte, hätte also abbiegen können. Hat aber keiner. Im Gegenteil, es kam Dominik hinzu, der vorher noch was zu erledigen hatte. Die Tour, wieder etwa 90 km, führte wieder über hügeliges Land entland des Grenzstreifens hinein in die Rhön. Bzw. an deren Rand. Was sich so langsam als extrem nervig entwickelt, sind diese ewigen Plattenwege mit diesen fiesen Löchern. Das Fahren darauf erfordert höchste Konzentration, sowohl bergauf wie bergab. wenn man gut ist, trifft man genau das schmale Band, auf dem der Beton durchgehend ist. Meist aber erwischt man Zwischenräume und das ist schlimmer als Kopfsteinpflaster. Daher sind wir immer froh, wenn wir mal vom Grenzstreifen abweichen und einige Trails im Wald fahren können. Was sehr erfreulch ist: Nach einigen leichten Schauern an diesem Tag haben das schlechte Wetter hinter uns. Ab jetzt wirds sonnig, aber sowas von...

Grenzgängertour Tag 1 & 2: Unterwegs an der Grenze. Bad Harzburg - Duderstadt - Eschwege

Lange wurde die Tour vorbereitet. Jedes Detail wurde so genau wie möglich im Vorfeld geplant. Und so ging es am Samstag in aller Herrgottsfrühe (5.30 Uhr) los. Der Vereinsbus wurde gepackt und war proppevoll. Da passte nichts mehr rein. Spannend war die Frage, ob der selbstkonstruierte Dachgepäckträger für die Räder mit den unterschiedlichen Bemaßungen auch funktioniert. Nicht nur, dass man sie dort hinaufbuggsierte und festzurren konnte. Viel wichtiger war die Frage: Bleiben sie auch während der Fahrt dort oben? Zumindest dies konnte während der Jungfernfahrt sichergestellt werden. Das Ding ist voll tauglich und so kamen wir gegen 9 Uhr in Bad Harzburg an, machten uns fertig und los ging es. Der erste Busfahrer hatte die Anweisungen zu unserem Mittagstreffpunkt erhalten, an dem es dann ein Picknick geben sollte. Es ging gleich zur Sache. Bei etwas spärlichem Wetter war der erste Weg gleich der Brocken. Fast 20 Kilometer ging es bergauf. Oben dann Wind und frische Temperaturen, so, wie...