Direkt zum Hauptbereich

Posts

Hopfen und Malz... 40 Jahre Dornröschenschlaf

Heute war es endlich mal soweit. Mit dem Wirtschaftsförderer der Stadt waren wir in den uralten Brauereianlagen, die in unmittelbarer Nachbarschaft liegen. So nah und doch wie eine weit entfernte Insel. Denn seit die Anlagen verlassen wurden, hat offenbar kaum jemand die Räume betreten. Zumindest einige sehen mit ihrer zentimeterdicken Staubschicht danach aus. Eine wirklich interessante Entdeckungsreise in die Vergangenheit. Weiß ich doch noch, wie es immer roch, wenn hier im Ort gebraut wurden. Leicht süßlich-malzig. Doch das ist mehr als 40 Jahre her und ich war ganz klein. Dennoch, dieser Geruch in Verbindung mit den Fassaden der Brauerei ist noch so präsent als wäre es gestern gewesen. Mit dem Wirtschaftsförderer haben wir einmal etwas herumgesponnen und sind zu dem Schluss gekommen, dass es toll wäre, wenn sich jemand dem Projekt annähme und etwas damit auf die Beine stellen könnte. Re-Animation der Brauerei für ein originelles Craft Beer, Restaurantbetrieb, alles wäre möglich. ...

Wie eine Rückenmassage für den Kopf

Es gibt Gegenden, die üben in etwa den Reiz eines abgestandenen Bieres aus. So eines, das am nächsten Morgen auf einem Partytisch steht, und das man um alles in der Welt nicht an den Hals setzen würde. Zwischenfrage: Kommt daher eventuell auch das Wort Abschaum? Könnte sein. Aber das, worauf ich hinaus will als solchen zu bezeichnen, wäre vielleicht ein bisschen über das Ziel hinausgeschossen. Also, ich meine Gegenden wie England. Immer trüb, nie einladend und im Ganzen so trostlos, wie ein verranzter Partykeller morgens um elf, wenn die ersten Kronkorken widerspensitg und mit Gänsehaut erzeugendem Geräusch im gnadenlosen Borstenwerk eines Besens über den leicht klebrigen gefliesten Boden geschoben werden. England. Bis auf die Gegend links oben langweilige Landschaft, das Essen schlecht, die Leute käsig und irgendwie habe ich nur Schwarzweißbilder mit allenfalls einem leichten Blaustich vor Augen, wenn ich an England denke. Ganz abgesehen davon passt der Vergleich nur zu treffend, denn...

Alle Jahre wieder - der Pfingst-Film

Wie in jedem Jahr lautete mein Auftrag beim Rhön Radmarathon in Bimbach, einen Film von der Veranstaltung zu machen. Und wie in jedem Jahr fragte ich mich, was man denn mal neues produzieren könne. Etwas, das es noch nicht gab bisher. Aber nach 5 oder 6 Filmen fällt einem partout nichts mehr ein, was es nicht schon gegeben hätte. Im Grunde ist ja immer alles gleich: Radfahrer fahren durch die Rhön. Plan war also, mit der neue Drohne Luftaufnahmen zu machen. Das scheint doch beeindruckend zu sein. Dummerweise crashte die Drohne kurz zuvor in einen Metallzaun und war zur Reparatur. Kurzfristig haben wir dann eine Ersatzdrohne beschafft. Nicht ganz so dolle von der Bildqualität aber ganz OK. Und noch etwas war anders: In diesem Jahr hatten wir ganz besondere Wetterbedingungen und so ist zwar die große Kamera im Regen abgesoffen, dank einiger weiterer Kameras - ebenfalss nicht ganz so dolle aber ganz OK - konnten wir dennoch einen interessanten Film zaubern - Voila.... RHÖN RADMARATHON...

Tour de France ganz nah. Oder: Angenehme Volksverdummung.

Zugegeben, sie hat mich einige Jahre nicht besonders interessiert. Sie war irgendwie uninteressant geworden. Ausgelöst hatten dieses Desinteresse an der Tour de France ganz sicher die Skandale um gedopte Fahrer und das schwindende Vertrauen in die Ehrlichkeit. Dabei meine ich eigentlich nicht die der Sportler. Denn im Radsport wurde schon immer gedopt und geleugnet. Das ist nun mal so. Aber der Umgang damit - vor allem der der Medien hatte mich ziemlich genervt. Die Journalisten, die jahrelang ihren Mund gehalten hatten, obwohl sie über die Praktiken in den Teams Bescheid wussten, liefen auf einmal Sturm. Waren vorher die Heldenstories von Altig bis Armstrong, Pantani und Ullrich das Thema der Journaille, so ging es irgendwann nur noch um Doping. Es herrschte über Jahrzehnte ein stillschweigendes Abkommen zwischen Sportlern, Funktionären und der Presse. "Ihr sagt nicht über unser Doping und bekommt von uns Eure Interviews und Stories." So einfach war das. Als dann die Kontro...

Die Dinge Po-sitiv sehen

Die Tage in Sineu neigten sich langsam dem Ende entgegen und es wurde Zeit, den Standort zu wechseln. Von Leimi und Plörg mussten wir uns nun verabschieden, währen Dominik und ich uns in die zweite Woche - nach Palma - aufmachten. Während wir mit dem Rad Richtung Westen gondelten, wurde unser Gepäck in unser neues Hotel gebracht. Hier wartete schon Sascha auf uns, der für die zweite Woche angereist war. Radfahren von Palma/Arenal aus ist völlig anders. Während in Sineu alles ursprünglicher ist, ist es hier am Ballermann i nur kogendwie sehr kommerziell, um niocht "billig" zu sagen. Natürlich tobt hier der Mob und die Infrastruktur ist großartig. Aber obwohl ich schon oft hier unten war, störten mich diesmal die Nachteile, die das Rennradfahren hier beinhaltet, irgendwie mehr als sonst. Um endlich frei zu fahren, muss man sich eine ganze Weile durch Stadtgebiet quälen, inklusive der Autofahrer, die zumindest entspannter als in Deutschland sind (nicht besonders schwer) und zud...