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Die Dinge Po-sitiv sehen

Die Tage in Sineu neigten sich langsam dem Ende entgegen und es wurde Zeit, den Standort zu wechseln. Von Leimi und Plörg mussten wir uns nun verabschieden, währen Dominik und ich uns in die zweite Woche - nach Palma - aufmachten. Während wir mit dem Rad Richtung Westen gondelten, wurde unser Gepäck in unser neues Hotel gebracht. Hier wartete schon Sascha auf uns, der für die zweite Woche angereist war. Radfahren von Palma/Arenal aus ist völlig anders. Während in Sineu alles ursprünglicher ist, ist es hier am Ballermann i nur kogendwie sehr kommerziell, um niocht "billig" zu sagen. Natürlich tobt hier der Mob und die Infrastruktur ist großartig. Aber obwohl ich schon oft hier unten war, störten mich diesmal die Nachteile, die das Rennradfahren hier beinhaltet, irgendwie mehr als sonst. Um endlich frei zu fahren, muss man sich eine ganze Weile durch Stadtgebiet quälen, inklusive der Autofahrer, die zumindest entspannter als in Deutschland sind (nicht besonders schwer) und zud...

Die Mitte finden auf Mallorca

Sineu liegt genau im Zentrum von Mallorca. Das hat den Vorteil, dass man von dort überall hinkommt. Der flache Süden, die Berge im Norden, die Küste im Osten bei Alcudia oder der bunte Westen mit den Boulevards von Palma und Arenal - alles in guter Reichweite. Und das Meer vorm Fenster fehlt irgendwie überhaupt nicht, wie man annehmen könnte. Abends dann sind die Radfahrer aus dem Ort verschwunden und man ist unter sich. Was nicht ganz verkehrt ist, bleibt man doch von dem allgegenwärtigen Bike-Trubel und dem Gepose an den Hochburgen einigermaßen verschont. 12 Betten hat das MA13, die Herberge von Jan-Eric im Ortskern von Sineu und wir sind zu viert hier. Man wohnt auf relativ engem Raum zusammen, kocht und isst gemeinsam in der großen Wohnküche und verabredet sich auch mal zum Radfahren. Wir, das sind Dominik, Plörg, Herr Leimgruber und ich. Anfänglich hatten wir nicht gedacht, dass wir zusammen radfahren können, da Plörg und Herr Leimgruber sich als völlig außer Form und in desol...

Endlich an der Sonne - Mallorca lässt grüßen

Endlich hat der Winter ein Ende. Das Wetter in der letzten Zeit war einfach frustrierend. Nur ganz wenige Tage in diesem Jahr eigneten sich zum Radfahren im Freien. Aber immerhin habe ich so viele Kilometer wie noch nie auf der Rolle bzw. beim Spinning abgespult. Mehr als 5 Mal so viele wie sonst. Wenn das kein Omen für Mallorca ist. Übermorgen gehts los und zumindest das Wetter verheißt beste Bedingungen. Und das Material natürlich auch. Ein neues Rad ist im Stall. Dafür musste ich mich von "Black Beauty" Canyon verabschieden. Man kann schließlich nicht alles haben. Der neue Hobel ist das offizielle Teamrad des radroo Teams, für das ich in diesem Jahr ein paar Rennen bestreiten werde. Ach Gott, und das in meinem Alter ;-) Heute fiel in diesem Zusammenhang übrigens der Begriff EPO-OPA. Naja, es wird sich zeigen, ob das eine gute Idee war. Das Rad jedenfalls gefällt mir, obwohl es rot ist. Und es gefällt mir, dass keiner die Marke auf dem Schirm hat. Im Allgemeinen redet man...

Fast auf Seite Eins der Bildzeitung?

Jetzt kann's ja raus. Lange musste ich etwas damit warten, um einiges Gras darüber wachsen zu lassen. Ein sonniger Tag im Oktober. Lange schon hatte ich die Idee gehabt, mit der Drohne die Rombachbrücke hier in der Nähe abzufliegen. Rund 100 m hoch und baulich sehr interessant. Da könnte man sicher gute Aufnahmen machen. Am besten noch, wenn gerade ein ICE der Linie Kassel Fulda drüberfährt. Die Bedingungen waren gut. Abendsonne, Windstille und laut Plan würde auch gleich ein Zug kommen. Dieser fuhr aber gerade über die Brücke, als der Copter drunter durch flog. Alles schien perfekt, auf dem Display konnte man schon erahnen, dass es tolle Aufnahmen werden würden. Dann plötzlich Abbruch der Verbindung, Flimmern und noch einmal ein kurzes Bild. Mir wurde augenblicklich schlecht: Die Drohne flog direkt auf die Brücke zu. Und ich hatte die Hände nicht an den Joysticks! Dann wieder Abbruch der Verbindung. Nächstes Bild: Kies direkt vor der Linse. Klar, was passiert war: Absturz auf die...

Über den großen Ausverkauf guter Ideen und die Gratis-Mentalität der Kreativbranche

Aus stichhaltigen Gründen mal wieder ein bisschen Weltschmerz in eigener Sache: Wer hat eigentlich die Weisheit verbreitet, dass das Anfertigen von bunten Bildchen, sprich: das Entwicklen von Firmenlogos oder Verfassen von Werbeblabla, sprich: Texterstellung, sowie alles andere, was man sonst so als Pixelschubbser und Wortclown tut, umsonst oder kaum der Rede wert sein sollte? Nur, weil unsere Leistung nicht aus Stein, Holz und Metall, sondern in der Regel aus Einsen und Nullen oder bestenfalls aus Buntgedrucktem besteht? Da wird um ein paar Euro verhandelt - von Menschen, die locker auch mal ein paar schlechte Wochen haben dürfen und am Ende jeden Monats pünktlich dieselbe Zahl auf dem Kontoauszug sehen (und wehe dem, es ist mal nicht so, dann ist sofort die Gewerkschaft auf dem Plan). Da muss man von Kunden hören, dass man jemanden gefunden hat, "der es billiger macht" (ja, "BILLIG" ist nicht selten das richtige Wort dafür). Rein aus schlechtem Gewissen heraus ...

Sonne, Regen, Hagel, Wind und Schnee

Der Rhön Radmarathon war in diesem Jahr eine ganz besondere Veranstaltung, denn das Wetter zeigte sich von seiner störrischen Seite. Petrus versuchte möglicherweise, sein ganzes Repertoire zum Besten zu geben und den Radfahrern alle vier Jahreszeiten auf einmal zu präsentieren. Da war man eigentlich froh, dass man im Auto und mit Karacho und Sitzheizungspo durch die Rhön hetzten durfte, um diese Aufnahmen zu machen. Premiere feierte der Film am vergangenen Wochenende vor den Vereinsmitgliedern auf dem Saisonabschlussfest.

Früh morgens am Fluss

Das war eine der ersten Ideen, um die Drohne einzusetzen: Am Fluss filmen, früh morgens, wenn der Nebel noch in den Auen hängt und man die Sonne bereits erahnen kann. Durch die dünne Decke aus Wasserdampf aufsteigen dem Licht entgegen. Es muss ein faszinierender Anblick sein. So hatte ich es mir vorgestellt. Dieser Morgen schien perfekt. Es würde ein warmer Tag werden, dennoch ist es bereits kühl und feucht in der Nacht. Um halb sieben in Richtung Ortsausgang. Es lief glatt und machte Spaß. Bis plötzlich eine keifende burschikos (um es gemäßigt auszudrücken) aussehende Frau - ja, es könnte eine Frau gewesen sein - auf mich zustürmte und etwas von "wenn die Tiere abhauen, ist was los" und "gehen Sie mit Ihrer scheiß Drohne auf den Flugplatz" zeterte. Ich packte den Vogel ein und zog von dannen. Als ich mich später informierte, ob es sich möglicherweise um ein Naturschutzgebiet handelte, durch das ich das surrende Monstrum steuerte, musste ich feststellen, dass ich we...

Total abgehoben

Endlich ist es angekommen. Das Fluggerät, das so lange auf sich warten ließ. Schon nach 2 Tagen habe ich das Gefühl, dass es sich irgendwie um ein "gutes" Spielzeug handelt. Eines, das nicht nur Spaß macht, sondern auch Sinn. Jetzt muss nur noch jemand Luftaufnahmen bei uns bestellen ;-) Hier die ersten Versuche...